Berichte

über die Hamburger Neuaufnahme, Petanque und den BCSP.

Bericht zur 2. Hamburger Neuaufnahme

Es ist Herbst. Die Zeit der Geschichtenerzähler beginnt.

Eine gute Geschichte ist definitiv die von Ullrich Brülls und ptank.de. Wir sind stolz, mit der Hamburger Neuaufnahme auch eine kleine Nebenrolle gespielt zu haben. Du, lieber Ulli hast uns bekannt gemacht und wir werden dir das nicht vergessen. Traurig ist lediglich, dass wir auch daran mitwirkten, dass dir nun die Energie fehlt, um weiter zu machen. Alleine von uns hast du an die 30 Mails mit Bitten und Nachfragen beantworten müssen und wir waren ja gar nicht relevant für deine Seite. Na, wie auch immer, alles richtig gemacht Ulli, eine große Geschichte hast du mit vielen kleinen geschrieben!

Und dann?

Dann haben wir mit Leidenschaft und Anarchie der Stadt Hamburg ein neues Turnier geschenkt.

Unser Dank geht an alle Teilnehmer/innen, besonders an alle Angereisten. Eine große Gruppe hat sich aus Berlin auf den Weg gemacht, um sich dann leider nach und nach selbst zu schlagen – „hätten wir auch am Linke-Ufer bleiben können“ war der nicht ganz ernst gemeinte Kommentar. Aus Niedersachsen und Schleswig Holstein waren so viele Menschen da, dass man den Überblick verlor und Hamburger gönnten sich dieses Turnier natürlich auch. Der gegenseitige Respekt, das friedliche und tolerante Miteinander und die gute Laune während des gesamten Tages haben uns sehr gut gefallen. So hatten wir uns das vorgestellt.

88 Teams meldeten sich vor Beginn der Auslosung an und dann kam doch noch ein Nachzügler. Ungerade. Nach einer Gewissensentscheidung wurde neu gelost und mit 89 Teams startete das Turnier um kurz nach 10 Uhr. Ein Schiedsrichter macht einen guten Job, wenn nach dem Spiel niemand über ihn redet, ähnlich verhält es sich wohl bei der Turnierleitung und in der Logik haben wir dieses Jahr einen richtig guten Job gemacht.

Sportlich gesehen war das Turnier überraschend. JJ und Claudia holten sich den Titel, in einem Starterfeld mit vielen guten Spielern. Aus der Nordrangliste nahmen 9 Spieler/innen aus der Top 10 teil, es gab starke Teams aus Berlin und Niedersachsen und die Vorjahressieger Tarek und Oskar traten natürlich auch erneut an. Die ganz großen Namen der deutschen Bouleszene tauchten zwar nicht auf, wurden aber teilweise von ihren Mannschaftskollegen schon für das nächste Jahr angekündigt. Wir sind gespannt.

Das Catering war insgesamt stabil. Die Kaffeeversorgung war bei knapp 6 Kilo(!) Konsum konstant am Limit und wurde von Massenhaft Brötchen am Morgen und von Kuchen am Nachmittag unterstützt. Der Grill und sein Meister waren stark frequentiert und die Suppentöpfe und Salate wurden komplett geleert. Alkohol floß vor und hinter der Bar in Strömen und was sonst noch verkauft und verschenkt wurde, haben die Betroffenen vermutlich noch in Erinnerung. Es war auch zu erkennen, dass unser Verein zu klein ist, sollten wir weiter wachsen. Verdoppeln werden wir uns wohl nie wieder, aber die 128er Marke könnte 2018 klappen, oder? Wie auch immer haben dieses Jahr schon etliche Menschen mehr mitgeholfen, verabredet und spontan, die nicht zum BSCP gehören. Ulli wurde schon genannt, andere nicht. Diese Unterstützung hat uns sehr berührt und wir betrachten euch als Teil des Teams, ohne hier jetzt alle zu erwähnen.

Locker 250 Stunden brachten die 12 Halbgötter aus unserem Verein für das Turnier auf. Auch die vierstellige Vorfinanzierung ist intern geregelt worden und dennoch wäre es ohne „externe“ Hilfe nicht so gelaufen. Das fing schon im Frühling mit guten Ratschlägen an, die meistens nichts und manchmal ein Bier kosteten. Auch wurde uns ein wunderschöner Flyer designt, der wiederum von vielen verteilt wurde. Wir hatten schon Freitagabend „helping hands“, die wir so gar nicht auf dem Zettel hatten und am Turniertag selbst kaperten dann die guten Geister unsere Bar. Des Weiteren wurden wir hin und her gefahren und durften uns etliche Sachen ausleihen. Das war geil!

Besonders wichtig für uns war die Unterstützung beim Abbau. Nach vielen intensiven Stunden oder Tagen war unser Akku leer und mehrere unter uns hatten ein dünnes Nervenkostüm. In dem Moment der größten Müdigkeit und Nahe an der Kapitulation vor dem eigenen Körper kam diese Hilfe mit einer nachhaltigen Strahlkraft bei uns an. Wie wenn in einem Film die beliebte Armee hoffnungslos unterlegen gegen die Böse Übermacht einen aussichtlosen Kampf führt und kurz vor der Niederlage reiten herbeigerufene Verbündete mit irrem Tempo über den Bergkamm und die Schlacht ist in kürzester Zeit gewonnen. Diese Bilder von euch und ganz besonders von dir Christian haben sich bei uns ganz tief eingebrannt. Das gibt uns letztendlich die Energie auch die 3. Hamburger-Neuaufnahme anzugehen.

Es gibt halt zwei Seiten der Medaille. Auf der einen Seite hat uns das ganze Turnier sehr viel Spaß gemacht und unter uns eine größere Verbundenheit erzeugt. Wir wissen, dass uns auch in den kommenden Jahren viele unterstützen möchten, ein großes Hamburger Turnier wieder auf die Karte zu packen. Außerdem macht es natürlich stolz, wenn es fast nur positives Feedback gibt und vieles für Wachstum spricht. Auf der anderen Seite stehen die Fragen ob es sich lohnt das Turnier weiter zu organisieren, wenn wir deswegen Streit und Unstimmigkeiten untereinander haben? Wenn wir deswegen noch mehr Zeit aufwenden müssen? Wenn wir uns mit Missgunst und Blockade auseinandersetzen müssen? Und zu guter Letzt, wenn wir Minus machen?

Leider haben wir an zu vielen Stellen noch nicht genug auf das liebe Geld geachtet und hatten am Ende einen mittleren dreistelligen Betrag offen. Da wir aber auch gerne in das Turnier investieren, stehen nach Verzicht auf einige Rückzahlungen noch 250€ Minus in den Bilanzbüchern der Hamburger Neuaufnahme. Wir denken darüber nach die Startgebühr im nächsten Jahr um ein, oder zwei Euro zu erhöhen und diese einzubehalten, also nicht mehr 100% auszuschütten. Haben wir genaugenommen dieses Jahr auch nicht gemacht, aber die Klogebühr haben wir natürlich komplett dem Museum überreicht, die sich im Gegenzug erstaunlich gerührt zeigten und herzlichst bedankten.

Wenn man so viel Zeit und Liebe in eine Sache steckt, dann fühlt mensch sich schnell persönlich angegriffen, sollte jemand die eigenen Pläne durchkreuzen. Es erfordert einen klaren Kopf und Empathie dem Störer friedlich zu begegnen. Einige von uns haben zum Beispiel noch nicht komplett verziehen, dass das Finale partagiert wurde, obwohl wir schon Tage im Vorfeld darauf hingewiesen haben, dass wir das auf unserem Turnier nicht möchten. Wir organisieren so ein Turnier nicht mal eben so und wir haben uns ein spannendes Finale vor Zuschauern gewünscht. Am Platz der Republik gibt es für uns keine Infrastruktur und wir karren extra Licht, Generator, Bänke und alles andere an und weisen morgens früh noch mal daraufhin, sogar schriftlich, dass wir uns das Partagieren verbieten, zumindest sollte das Wetter akzeptabel sein. Während wir das Licht aufbauten gab es dann von dem Team, welches später nicht mehr spielen wollte, sich zu dem Zeitpunkt aber noch im Halbfinale befand den Kommentar, dass es doch überflüssig sei das Licht aufzubauen, weil sie das Finale eh nicht spielen werden. Zunächst hielten wir das für einen Witz, dessen Humor nicht der unsere war. Als das Team dann aber tatsächlich nicht antreten wollte und auch ausgeschlagen wurde, dass wir ein Hotelzimmer für einen von beiden bezahlen, haben wir in der Nachbetrachtung den Fehler gemacht das Geld für den zweiten Platz an dieses Team auszuzahlen. Das würden wir heute anders machen, z. B. das Geld spenden.

Naja, es fühlt sich respektlos an, auch wenn es sicher nicht so gemeint war. Dadurch dass Emotionen und Gefühle sich nicht kontrollieren lassen, müssen wir auch damit leben, dass wir von anderen Menschen enttäuscht werden können. Um bei der Wahrheit zu bleiben und auch um das eben geschriebene zu relativieren seien noch zwei Sachen erwähnt. Erstens sind wir nicht besser, wir sind auch Menschen und verhalten uns manchmal so, dass wir andere verletzen, oder verärgern. Zweitens gibt es mehr Personen, als nur die beiden Finalisten von deren Verhalten wir in Bezug auf die Hamburger Neuaufnahme enttäuscht sind. Müssen wir aber nicht vertiefen, ganz klar überwiegt das Positive.

Und nach dem sie das geklärt hatten organisierten sie fröhlich bis an ihr Lebensende ein Turnier nach dem anderen und konnten jedes Jahr durch den Gewinn mit der gesamten Mannschaft nach Frankreich fahren. Ende Und die Moral von der Geschicht?

Turniere macht man, oder nicht!

Der BCSP beendete die 4. Saison mit dem 2. Aufstieg der noch jungen Vereinsgeschichte. Alle 12 Spieler/innen waren im Einsatz und haben etwas hinterlassen. Zumindest haben wir uns bemüht zu allen Mannschaften in der Oberliga fair und freundlich zu sein, hat vielleicht nicht immer geklappt, also sprecht uns gerne an, wenn etwas noch gesagt werden muss. Naja unser Catering musste man gesehen haben, um es zu glauben und was sonst noch an Geschichten in der Oberliga passierte, bleibt auch in der Oberliga.

Wir freuen uns auf die Verbandsliga, gratulieren allen Aufsteigern & Nichtabsteigern und freuen uns aufs nächste Jahr.

Frohes Fest und guten Rutsch vom BCSP!

Ergebnisse der 2. Hamburger Neuaufnahme

Ergebnisse

Moin moin,
hier sind die Ergebnisse der 2. Hamburger Neuauflage.
Ein Bericht folgt noch.
Wir haben schon ein paar Bilder hochgeladen (Galerie),
mehr Bilder findet ihr auf Facebook.

89 Teams

A-Turnier:

  • 1. Volker Görschen / Claudia Kian
  • 2. Hery Andrianavalona / Faniry Razafindrazaka
  • 3./4. Christian Schumann / Peter Stahl
  • 3./4. Abraham Karimi / Abdel Boudlal
  • 5.-8. Sandra Fernandez / Norbert Lehmann
  • 5.-8. Rolf Marxen / Michael Milbig
  • 5.-8. Uwe Seidel / Jean-Claude Adou
  • 5.-8. Gösta Kirchner / Stephen Schulze

B-Turnier:

  • 1. Frank Günther / Olaf Block
  • 2. Ulrich Schafenberg / Ute Thale
  • 3./4. Paul Loth / Martina Theil
  • 3./4. Christian Hempel / Dilek Pirren
  • 5.-8. Nico Himmelreich / Christian Hainen
  • 5.-8. Hella Mrugowski / Roland Krings
  • 5.-8. Jana Milz / Carsten Dehnke
  • 5.-8. Pierre Lemenn / Fabienne Dilosquat

C-Turnier:

  • 1. Adi / Tanja
  • 2. Thorsten Boguth / Claus Wriedt
  • 3./4. Christian Husemann / Kai Borgwart
  • 3./4. Corinna Mielchen / Jule Femel
  • 5.-8. François Xavier / Emanuel Dumas
  • 5.-8. Rolf Leese / Susi Leese
  • 5.-8. Lasse Brosowski / Jörn Herzog
  • 5.-8. Uwe Knetz / Pinto Rui

D-Turnier:

  • 1. Ilka Hasse / Conny Sieburg
  • 2. Erwin Bahns / Uwe Friedrich
  • 3./4. Matthias Klar / Dominik Klar
  • 3./4. Ulrich Löwer / Dorothea Löwer

Danke & Ergebnisse der 1. Neuaufnahme

Danke

Die Party ist zu Ende – doch die nächste kommt bestimmt!
Wir wollen zunächst mal Danke sagen.
Danke an alle Teilnehmer und Zuschauer!
Danke an den ABC für die Hilfe und den Zuspruch im Vorfeld!

Danke an Ulrich Brülls, der uns bei der Anmeldung und Werbung enorm geholfen hat! Danke an Tarek Iben Lahouel für die Hilfe bei der Turnierleitung! Danke an Olivier Rabe für das Licht, Essen und den überragenden Einsatz bis tief in die Nacht! Danke an Claus Wriedt und Annie Lindow für die spontane Hilfe beim Catering, ohne euch wären wir untergegangen! Danke auch an Boa Jean Claude Adou für alle Tanzeinlagen und den Vibe! Danke an Steffen Poppenberg für den Namen „Hamburger-Neuaufnahme“! Danke Andreas Creutzberg für die unkomplizierte Ausleihe wichtiger Materialien! Danke Andreas Lück und Stephen Schulze für Freitag Abend und all die schlauen Kommentare!

Danke für all das Lob, die fröhlichen Gesichter und die gute Laune!
Der BCSP bedankt sich auch noch mal explizit bei Sophie Krämer!
Du bist die Beste und ab jetzt Ehrenmitglied!
Die wenigen Neider & Hater bitten wir hiermit höflich, nächstes Jahr einfach zu Hause zu bleiben!

A-Turnier:

  • Platz 1 - Tarek Iben Lahouel (LBC) & Oskar Hodonou (LBC)
  • Platz 2 - Matti (BCSP) & Mehdi (BCSP)
  • Platz 3 - Gösta Kirchner (ABC) & David Kofi Mensah (BCSP)
  • Platz 3 - Jutta Bachmeier (Bochum) & Andreas Becker (Bochum)

B-Turnier:

  • Platz 1 - Dadine (HRC) & Wolfgang (HRC)
  • Platz 2 - Peter & Niko (beide ohne Verein)

C-Turnier:

  • Platz 1 - Andre Lück (CdB Lübeck) & Thomas Müller (CdB)
  • Platz 2 - Claus Wriedt (HRC) & Lena Wriedt (HRC)